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Leobschütz / Oberschlesien: Eine private Homepage zur Erinnerung an die Kultur und die Menschen in der Stadt und dem Kreis Leobschütz O/S von Kurt Sander.

Weitere Berichte, Sehenswürdigkeiten in der Stadt und im Kreis Leobschütz und viele Bilder finden Sie unter: http://www.leobschuetz-oberschlesien2.de/


Gegen das Vergessen

Zwischen achtzig und hundert Millionen Menschen sind im 20. Jahrhundert vertrieben, deportiert oder zwangsweise umgesiedelt worden. Von diesem Schicksal waren auch die Menschen der Stadt und des Landkreises Leobschütz in Oberschlesien betroffen - sie verloren ihre Heimat, verloren Hab und Gut oder starben.

Jede Vertreibung, Deportation oder zwangsweise Umsiedlung von Menschen ist Unrecht, wie jedes Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Erinnerung daran soll alle Menschen, insbesondere künftige Generationen, sensibilisieren und dazu beitragen, dies als Mittel der Politik für immer zu ächten.

Diese Internetpräsenz soll an die Menschen und an die Kultur der Stadt und des Landkreises Leobschütz in Oberschlesien erinnern.


Informationen:

Diese private Homepage ist noch im Aufbau. Zur Zeit besteht nur eine Internetpräsenz mit eingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten, Speicherplatz und Transfervolumen (T-Online Domain Homepage). Daher habe ich bewusst auf Artikel verzichtet, die es schon gibt, und verweise auf die u.a. Weblinks.

In Zukunft sind auch Informationen geplant über:

  • Heimatausschuss für die Stadt und den Kreis Leobschütz O/S
    Vorsitzender: Hubert J. Lux, Heinrichsstr. 1, 29683 Bad Fallingbostel, Telefon: 05162 / 974690, http://www.leobschuetz.de

    Der Heimatausschuss Leobschütz ist die Vertretung der Frauen und Männer, die sich der Stadt Leobschütz in Oberschlesien sowie der Städte und Gemeinden ihres Landkreises verbunden wissen. (§1 der Satzung)

    Der Heimatausschuss Leobschütz hat die Aufgabe, Geschichte und Traditionen des Leobschützer Landes in Zeugnissen zu bewahren, sie weitgehend zu dokumentieren und sie der Nachwelt zu erhalten. (§2 der Satzung)

  • Historische Gesellschaft für das Leobschützer Land e.V.
    Kontakt: Hubert J. Lux, Heinrichsstr. 1, 29683 Bad Fallingbostel, Telefon: 05162 / 97 46 90, E-Mail: hubert.j.lux@t-online.de

    Die Gesellschaft verfolgt den Zweck, die Erforschung sowie die wissenschaftliche und auch die allgemeinverständliche Darstellung der Geschichte der oberschlesischen Stadt Leobschütz und ihres Umlandes zu fördern, Quellen der älteren und neueren Geschichte zu sammeln, zu archivieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, heimatkundliches Interesse zu wecken und wach zu halten. Die Gesellschaft erfüllt diese Aufgaben durch die Herausgabe von Schriften, Erstellung und Verbreitung digitaler Informationen, Durchführung von Ausstellungen, Kolloquien und Vorträgen sowie Exkursionen nach Oberschlesien. Sie beteiligt sich an der Unterhaltung und Weiterentwicklung der im Bischof-Nathan-Werk bestehenden heimatkundlichen Sammlung. Sie ist insbesondere bemüht, das Interesse Jugendlicher in Deutschland und in Polen an der lokalen Leobschützer Geschichte zu wecken und zu stärken und Menschen aus beiden Ländern im Sinne der Völkerverständigung zusammenzuführen.
    (§ 2 der Satzung)

  • Heimatstube Kreis Leobschütz im Bischof-Nathan-Werk in 37632 Eschershausen, Schillerstr. 2 / Rosenstraße (Die Ausstellung hat keine festen Öffnungszeiten. Terminabsprache mit Lothar und Ralf Klages, Am Krümpel 9, 37632 Escherhausen, Tel. 05534 / 2500)

    Die Heimatstube befand sich seit den 1960er Jahren in der Patenstadt von Leobschütz, in Oldenburg (Niedersachsen) und bezog dort 1991 neue Räume. Gesammelt wurden unter anderem alte Adressbücher/Ortskarteien, Schriftgut, Fotografien, Ansichten, Landkarten, Pläne, Gemälde, Fahnen, Kleidungsstücke sowie Gebrauchsgegenstände, Notgeldscheine und Erinnerungsstücke. Im November 1992 entschied der "Heimatortsausschuss der Stadt Leobschütz", die Heimatstube am Standort Oldenburg aufzulösen. Die Bestände brachte man zum Beginn des Jahres 1993 in die Heimatstube Kreis Leobschütz beim Bischof-Nathan-Werk in Eschershausen, zunächst zur Zwischenlagerung.

    Im Jahre 1961 entstand beim "Bischof-Nathan-Werk" in der Stadt Eschershausen (zwischen Holzminden und Alfeld) ein "Heimat-Archiv" als Sammelstelle für kulturelles Gut aus dem Land zwischen Zinna und Oppa. Gründer war Prälat Eduard Beigel; Grundlage bot die Patenschaft zwischen den Kreisen Holzminden und Leobschütz/Glubczyce. - In den letzten Jahrzehnten wuchs die Sammlung von Exponaten erheblich an. Sie wird inzwischen in sechs Räumen präsentiert. Hinzu kommen zwei Büchereiräume, die als Präsenzbibliothek dienen.

  • Leobschützer Heimatblatt, das Mitteilungsblatt für die Stadt und den Kreis Leobschütz O/S (Kontakt / Schriftleitung: Reiner Rosplesch, Albermannstraße 24, 45239 Essen, Tel. 0160 / 94 93 62 80)

  • Gemeinden im Kreis Leobschütz O/S

Ich suche noch Interessierte, die mit Beiträgen, Bildern, Rat und Tat am Aufbau dieser Internetpräsenz über die Stadt und den Kreis Leobschütz O/S mitwirken möchten. Mit Ihrer Mithilfe erscheinen weitere Berichte und Bilder.

Aktuelle Luftaufnahmen von der Stadt und zahlreichen Gemeinden des Landkreises Leobschütz gibt es bei:

  • Luftbild Bernhard Kirk, Mendelstraße 12, 84347 Pfarrkirchen, Tel.: 08561 / 8166 - Fax: 08561 / 919440


Weblinks:


Partnerschaftsvertrag zwischen dem Landkreis Holzminden und dem Kreis Glubczyce

Bei einem offiziellen Besuch im polnischen Kreis Glubczyce (ehem. Leobschütz) vom 09.-12.10.2003 wurde nach zwei Besuchen der Vertreter des Kreises Glubczyce im Landkreis Holzminden in diesem Jahr nunmehr am 10.10.2003 der Vertrag über die Zusammenarbeit beider Landkreise unterzeichnet.

Vier Tage weilte eine 9-köpfige Delegation aus dem Landkreis Holzminden mit Landrat Walter Waske und Oberkreisdirektor Klaus-Volker Kempa an der Spitze im polnischen Partnerkreis Glubczyce (früher Leobschütz). Höhepunkt des Besuchs war die feierliche Unterzeichnung der Vereinbarung über Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Glubczyce und dem Landkreis Holzminden, die der Kreistag am 16. Juni d.J. einstimmig beschlossen hatte.

Polen wurde am 1. Mai 2004 zusammen mit neun weiteren Ländern Mitglied der Europäischen Union. Das erklärt das besondere Interesse, das die Vertreter des Landkreises Glubczyce an dieser kommunalen Partnerschaft haben. Die Anregung zu dieser Partnerschaft kam vom Heimatausschuss des früheren Landkreises Leobschütz.

Bereits im Februar d.J. weilte eine Delegation aus Glubczyce in Holzminden, um erste Kontakte aufzunehmen. Es folgte eine Einladung des Landkreises Holzminden an den überregional bekannten Chor des dortigen Lyzeums, der dann mit 40 Sängerinnen und Sängern beim Schlossfest am 31. August in Bevern sein hervorragendes Können zeigte.

Neben der Unterzeichnung der Vereinbarung über die Zusammenarbeit wurden bereits konkrete weitere Projekte verabredet. So besuchte vom 07.-13. Februar 2004 eine etwa 35-köpfige Gruppe von Jugendlichen aus Glubczyce nach Holzminden kommen und hier die Begegnung mit Schulen, Jugendgruppen und anderen Organisationen suchen. Kontakte zwischen dem A. Mickiewicz-Lyzeum in Glubczyce und dem Campe-Gymnasium wurden bereits beim Schlossfest verabredet.

Kreisjugendfeuerwehrwart Nils-Peter Kriegel brachte eine Einladung zu Wettkämpfen mit Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Glubczyce und seinen tschechischen Nachbarn mit nach Holzminden.

Der Kreis Glubczyce liegt in Oberschlesien und gehört zur heutigen Wojewodschaft Opole (Oppeln). Er liegt am Fuß des Altvatergebirges, dessen höchster Berg 1492 m erreicht. Wichtigster Wirtschaftszweig ist immer noch die Landwirtschaft, weil das Leobschützer Flachland die besten Bodenqualitäten in Polen aufweist. Neben einer vor 150 Jahren gegründeten Brauerei und einer leistungsfähigen Molkerei gibt es mehrere kleinere moderne Betriebe der Lebensmittelverarbeitung, auf dem medizinisch-kosmetischen Sektor und für die Herstellung von Warmwassergeräten und Heizungen. Von großer Bedeutung ist auch eine vor 100 Jahren von Bischof Nathan gegründete psychiatrische Klinik, in der zur Zeit 470 Patienten betreut werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Holzmindener Delegation waren von der Gastfreundschaft und der Herzlichkeit außerordentlich angetan und luden Herrn Landrat Kaskow und weitere Vertreter des Kreises Glubczyce zu einem Besuch nach Holzminden im kommenden Jahr ein.

Um die begonnenen Kontakte weiter zu entwickeln, soll beim Landkreis Holzminden ein Partnerschaftskomitee gebildet werden, dem neben Mitgliedern des Kreistages und der Kreisverwaltung auch Vertreter aus den Bereichen Jugend, Sport, Kultur, aber auch aus der Wirtschaft angehören. Ziel der Partnerschaft ist; wie Landrat Waske beim Abschied formulierte; in Kenntnis der belasteten Vergangenheit gemeinsam für ein Europa in Frieden zu arbeiten und den polnischen Partnern gerade in der Phase der EU-Osterweiterung Unterstützung zu leisten.

Vereinbarung über Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Glubczyce (Republik Polen) und dem Landkreis Holzminden (Bundesrepublik Deutschland)

Der Kreis Glubczyce (früher Leobschütz), Polen, vertreten durch die Vorsitzende des Kreisrates Rosa Kaczmar und Landrat Dariusz Kaków, und der Landkreis Holzminden, Deutschland, vertreten durch Landrat Walter Waske und Oberkreisdirektor Klaus-Volker Kempa, schließen im Geist der europäischen Verständigung und mit dem Ziel, das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Kreisen und ihren Bürgerinnen und Bürgern und den gesellschaftlichen Institutionen und Gruppen zu entwickeln und zu pflegen, nachfolgende Vereinbarung:

Art. 1 - Die beiden Kreise werden gegenseitige gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und touristische Beziehungen nach dem Prinzip der Gleichberechtigung, des gegenseitigen Verständnisses und des Vertrauens entwickeln. Sie unterstützen die Initiativen aus beiden Kreisen auf diesen Gebieten.

Art. 2 - Die beiden Kreise unterstützen Initiativen aus dem Bereich der Wirtschaft einschließlich der Landwirtschaft und der Unternehmen. Sie fördern die Zusammenarbeit in der Ausbildung und der Qualifizierung. Sie unterstützen die Suche nach geschäftlichen Kontakten und die Gründung gemeinsamer Unternehmen vor allem im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Art. 3 - Die beiden Kreise pflegen die Kontakte miteinander und die Zusammenarbeit zwischen ihren Verwaltungen.

Art. 4 - Die Zusammenarbeit erfolgt unter Berücksichtigung der für beide Seiten geltenden Gesetze sowie der Vereinbarungen und Absichten, die zwischen den Organisationen, Institutionen und Unternehmen beider Kreise geschlossen und erklärt und von denen realisiert werden.

Art. 5 - Probleme, die sich bei der Anwendung dieser Vereinbarung ergeben, werden die beiden Kreise gemeinsam und im Geiste dieser Vereinbarung lösen.

Art. 6 - Änderungen und Ergänzungen dieser Vereinbarung bedürfen der schriftlichen Form und gelten als integraler Teil dieser Vereinbarung.

Art. 7 - Diese Vereinbarung wurde am 10. Oktober 2003 in Glubczyce von den Vertretern beider Kreise in zwei gleichlautenden Ausfertigungen in polnischer und deutscher Sprache unterzeichnet. Sie tritt mit der Unterzeichnung in Kraft

Glubczyce, am 10. Oktober 2003

Für den Kreis Glubczyce

Dariusz Kaskow - Landrat
Rosa Kaczmar - Vorsitzende des Kreisrates

Für den Landkreis Holzminden

Walter Waske - Landrat
Klaus-Volker Kempa - Oberkreisdirektor

Quelle: Landkreis Holzminden (2006)


Oldenburg: Als Zeichen der Versöhnung Schumacher überreicht in Polen Leobschützer Rathausglocke

Oldenburg. In Oldenburg führte sie auf einem Betonsockel im Garten des Oldenburger Stadtmuseums ein eher verstecktes Dasein: die Leobschützer Rathausglocke. Auf verschlungenen Pfaden gelangte die Glocke nach dem Zweiten Weltkrieg nach Oldenburg. Nach über 60 Jahren findet sie nun den Weg zurück ins heutige Polen. Stadtrat Martin Schumacher wird die Glocke am Samstag, 5. September, an Jan Krówka, Bürgermeister von Glubczyce (Leobschütz)/Polen, übergeben.

Mit der Rückführung der Glocke nach Glubczyce möchte der Heimatausschussvorsitzende Hubert J. Lux ein Zeichen der Versöhnung setzen und die Beziehungen der Vertriebenen aus dem ehemaligen Leobschütz mit den heutigen Bewohnern von Glubczyce verbessern und stärken.

Die Glocke ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und kann nur als Dauerleihgabe nach Glubczyce abgegeben werden. Anlass der geplanten Rückführung nach Glubczyce ist der Wiederaufbau des dortigen historischen Renaissance-Rathauses dort. Zwar wird die Glocke nicht wie früher im Rathausturm hängen dürfen (dieser soll touristisch genutzt werden), wohl aber im rathauseigenen Heimatmuseum.

Bevor die Glocke 1968 in die Obhut der Stadt Oldenburg kam, legte sie schon einen weiten Weg zurück. Sie war im Krieg nicht eingeschmolzen, sondern auf den Hamburger Glockenfriedhof gebracht worden. 1951 wurde sie nach Bad Mergentheim überführt, wo das Caritaskrankenhaus Bad Mergentheim damals eine Glocke für seine Krankenhauskapelle benötigte. Nachdem die Stadt Oldenburg die Patenschaft für Leobschütz übernommen hatte und nach Fotos und Erinnerungsstücken suchte, kam der Hinweis auf diese Glocke, die nun in Bad Mergentheim war. Am 1. August 1968 wurde zwischen der Stadt Oldenburg und Bad Mergentheim ein Vertrag geschlossen und die Glocke im Oktober 1968 nach Oldenburg überführt.

Die Stadt Glubczyce liegt in Oberschlesien in der heutigen Republik Polen. Leobschütz erhielt 1187 deutsches Stadtrecht. Zum Ende des zweiten Weltkriegs flüchteten die meisten Leobschützer in den westlichen Teil Deutschlands. Die Stadt Leobschütz heißt nun Glubczyce und hat heute zirka 14.000 Einwohner.

Quelle: Stadt Oldenburg – Pressestelle
Pressemeldung vom 4. September 2009, 14:58 Uhr





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Stand: 01.07.2017  (http://www.leobschuetz-oberschlesien.de/)